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Babyschlafsack und TOG-Wert: welcher passt zu welcher Temperatur?

Auf dem Etikett steht „TOG 1,0" und du fragst dich, ob das jetzt viel oder wenig ist. Verständlich — kaum ein Wert im Babyregal ist so wichtig und so schlecht erklärt.

Die kurze Version: TOG ist ein Wärmemaß. Je höher, desto wärmer der Schlafsack. Hier steht, welcher Wert zu welcher Zimmertemperatur passt, was dein Kind darunter trägt, und woran du merkst, dass es zu warm hat.

Was der TOG-Wert wirklich sagt

TOG steht für Thermal Overall Grade und misst, wie gut ein Textil Wärme hält. Der Wert sagt nichts über Material oder Qualität — nur über Wärmeleistung. Ein dünner Schlafsack mit TOG 0,5 kann sehr hochwertig sein, er ist eben für warme Nächte gedacht.

Wichtig zu verstehen: TOG ist keine Temperaturangabe, sondern eine Dämmung. Die passende Temperatur ergibt sich erst aus TOG plus dem, was dein Kind darunter anhat.

Die Tabelle, die du brauchst

Zimmertemperatur TOG Darunter
ab 24 °C 0,5 nur Windel oder kurzer Body
20–24 °C 0,5–1,0 kurzarm Body
18–20 °C 1,0–2,0 langarm Body
16–18 °C 2,5 langarm Body + Schlafanzug
unter 16 °C 2,5–3,5 Schlafanzug, ggf. dünne Socken

Die empfohlene Schlaftemperatur im Kinderzimmer liegt bei 16 bis 18 °C. Das fühlt sich für Erwachsene kühl an und ist für Babys richtig. Wenn du eine Zahl aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese — sie ist wichtiger als jeder TOG-Wert.

Zum Messen: ein Thermometer auf Bett-Höhe, nicht an der Zimmerdecke. Zwischen Boden und Decke liegen leicht drei Grad.

Was wir führen — und was nicht

Hier gehört Klartext hin: Unser Sortiment ist auf warme Nächte ausgelegt. Alle Schlafsäcke, die wir aktuell führen, sind Sommer- und Übergangsmodelle:

  • Der Schlafsack kurzarm Regenbogen hat einen TOG-Wert von 0,5 und ist für 0–6 Monate gedacht — mit doppeltem Reißverschluss zum Wickeln und Klemmschutz am Kinn.
  • Die Sommer-Schlafsäcke mit Füßen aus 100 % Baumwolle in Interlock-Qualität sind ausgelegt für Raumtemperaturen ab 20 °C. Die elastischen Fußbündchen lassen Bewegungsfreiheit beim Krabbeln und den ersten Schritten.

Einen Winterschlafsack ab TOG 2,5 haben wir nicht. Wenn dein Kinderzimmer im Winter unter 18 °C fällt, brauchst du zusätzlich ein dickeres Modell — das findest du bei uns gerade nicht. Wir sagen das lieber, als dich suchen zu lassen.

Woran du merkst, dass es zu warm ist

Überhitzung ist beim Babyschlaf das größere Risiko als Frieren. Prüfen kannst du es an einer Stelle: im Nacken, nicht an Händen oder Füßen.

  • Nacken warm und trocken — genau richtig.
  • Nacken feucht oder schwitzig, Kopf heiß — zu warm. Eine Schicht raus.
  • Kühle Hände und Füße sind bei Babys normal und kein Zeichen für Frieren.

Weitere Hinweise auf zu warm: gerötete Wangen, schnelle flache Atmung, unruhiges Wälzen. Im Zweifel eine Schicht weniger — ein Kind, dem leicht kühl ist, schläft sicherer als eines, das schwitzt.

Größe: warum zu groß gefährlich ist

Beim Schlafsack ist Mitwachsen keine gute Idee. Ist der Halsausschnitt zu weit, kann dein Kind hineinrutschen — und dann liegt Stoff über dem Gesicht.

Die Regel: Der Halsausschnitt darf höchstens so weit sein, dass er über den Kopf geht, aber der Kopf darf nicht hineinpassen, wenn der Sack geschlossen ist. Die Länge messen: Körperlänge minus Kopf, plus etwa 10 bis 15 cm Beinfreiheit — mehr nicht.

Schlafsäcke mit verstellbaren Schulterknöpfen decken zwei Größen ab, ohne zu weit zu werden. Das ist der einzige sinnvolle Weg, mitzuwachsen.

Was nicht in den Schlafsack gehört

  • Keine zusätzliche Decke. Genau die soll der Schlafsack ersetzen. Loses Bettzeug ist im Babybett das, was man vermeiden will.
  • Keine Mütze im Schlaf. Babys regulieren Wärme über den Kopf — eine Mütze blockiert das.
  • Keine dicke Kleidung als Ersatz für den passenden TOG. Lieber der richtige Schlafsack als drei Schichten darunter.

Bei Schlafsäcken gibt es eine europäische Norm, EN 16781, die unter anderem Halsausschnitt und Verarbeitung regelt. Ein Hinweis darauf auf der Produktseite ist ein gutes Zeichen — er ersetzt aber nicht deinen Blick auf die Passform.

Fazit

16 bis 18 °C im Zimmer, gemessen auf Bett-Höhe, und danach der TOG-Wert. Bei 20 °C und mehr reicht 0,5 bis 1,0, unter 18 °C brauchst du 2,5. Gecheckt wird im Nacken, nicht an den Füßen.

Achte mehr auf den Halsausschnitt als auf die Länge — zu groß ist beim Schlafsack das eigentliche Risiko. Und lass Decke und Mütze weg.

Für heiße Nächte haben wir hier ausführlich aufgeschrieben, worauf es ankommt. Unsere Schlafsäcke findest du hier.

Dieser Artikel ersetzt keine Beratung. Wenn dein Kind nachts auffällig schwitzt, schlecht atmet oder du unsicher bist, sprich mit deiner Hebamme oder Kinderärztin.

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