Die frische Haut deines Babys ist am Anfang sehr empfindlich – sie ist bis zu 30 % dünner als deine eigene und verliert deutlich schneller Feuchtigkeit. Besonders an kalten Tagen: Sinkt die Luftfeuchtigkeit, trocknet die Haut schneller aus. Und wie bei uns ist die Haut die einzige Barriere zwischen deinem Baby und der Außenwelt – ist sie geschwächt, wird sie trocken.
Die gute Nachricht: Fünf einfache Dinge halten sie weich und gesund.
Viele Babys werden direkt nach der Geburt gebadet – empfehlenswert ist das nicht. Babys kommen mit einer schützenden weißlichen Schicht auf der Haut zur Welt, die Feuchtigkeit spendet und antibakteriell wirkt.
Erst nach etwa 24 Stunden sollte das erste Bad folgen – und dann nicht als Untertauchen, sondern als Abtupfen mit einem Schwamm oder Waschlappen. Deck dabei immer den Teil ab, den du gerade nicht wäschst: So bleibt dein Baby warm und fühlt sich geborgen.
Weniger ist mehr. Häufiges Baden trocknet die Haut aus und schwächt die Hautbarriere. Kurze Bäder unter 10 Minuten, zwei- bis dreimal pro Woche reichen aus.
Und wenn es doch eine Windelexplosion gab oder alles voll Spucke ist: Dafür braucht es kein Vollbad, ein Waschlappen genügt. Genau deshalb liegen bei uns immer welche griffbereit – mehr dazu in Tränenfrei baden.
„Sei frech, sei wild, sei wunderbar.“
– Astrid Lindgren
Das Badewasser sollte handwarm sein – prüfen kannst du das mit der Innenseite deines Handgelenks. Kaltes Wasser ist unangenehm, und Babys kühlen schneller aus als Erwachsene. Zu heißes Wasser dagegen schadet der Hautbarriere. Vertraue dabei ruhig deinen Instinkten.
Weil die Haut dünner ist, nimmt sie äußere Einflüsse leichter auf. Spezielle Babywaschmittel sind meist pH-neutral und frei von Duft- und Farbstoffen. Nimm nur eine kleine Menge und spüle gründlich ab.
Das gilt übrigens auch für die Wäsche: Auf Weichspüler kannst du bei Baby-Textilien verzichten – er legt einen Film um die Fasern und nimmt ihnen genau die Saugfähigkeit, wegen der du sie gekauft hast.
Nimm dein Baby aus der Wanne und tupfe es vorsichtig ab. Starkes Reiben ist unangenehm und reizt die Hautbarriere. (Kleiner Funfact: Auch wir Erwachsenen sollten uns eher abtupfen.) Am einfachsten geht das mit einem Kapuzenhandtuch, weil der Kopf gleich mit bedeckt ist – warum sich das lohnt, steht in diesem Beitrag.
Wenn dein Baby trocken ist, kannst du es mit einer Babycreme eincremen – auch hier gilt: ohne Farb- und Duftstoffe.
Welcher Stoff sich für Handtücher am besten eignet, haben wir in Musselin oder Frottee? verglichen. Und bei Hautproblemen, die nicht weggehen: Das gehört zur Kinderärztin, nicht in einen Blogbeitrag.